WALTER SKOKANITSCH
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10. März 2026 Kommunikation 5 min Lesezeit

Warum 90% aller Feedback-Gespräche scheitern

Feedback geben ist einfach. Feedback geben, das ankommt, ist schwer.

Feedback ist eines der mächtigsten Werkzeuge in der Führung — und gleichzeitig eines der am häufigsten missbrauchten. Die meisten Führungskräfte glauben, sie geben gutes Feedback. Die meisten Mitarbeiter sehen das anders.

Das Problem liegt selten am Inhalt. Es liegt an der Art, wie Feedback gegeben wird. Und vor allem: am Timing, am Kontext und an der Beziehung.

Die drei häufigsten Fehler

1. Das Sandwich-Problem

Das klassische Feedback-Sandwich (Lob-Kritik-Lob) ist gut gemeint, aber kontraproduktiv. Es trainiert Menschen darauf, bei jedem Lob auf die Kritik zu warten. Und es verwässert beides.

2. Zu spät, zu abstrakt

Feedback, das Wochen nach dem Ereignis kommt, ist wertlos. Feedback, das "Du solltest allgemein kommunikativer sein" sagt, ist nicht handhabbar. Konkret und zeitnah — das ist der Schlüssel.

3. Feedback ohne Beziehung

Kritik kann nur ankommen, wenn eine Grundlage an Vertrauen da ist. Wer nur Feedback gibt, wenn etwas schiefläuft, zerstört diese Grundlage.

Was stattdessen funktioniert

Gutes Feedback ist keine Technik, sondern eine Haltung. Es basiert auf echtem Interesse am anderen und der Überzeugung, dass Menschen wachsen können.

Die beste Frage vor jedem Feedback: "Was will ich wirklich erreichen — und dient dieses Gespräch diesem Ziel?"

Manchmal ist die Antwort: Nein. Und dann ist Schweigen die bessere Wahl.

Feedback-Kompetenz entwickeln?

In meinen Kommunikationstrainings arbeiten wir an den Mustern, die wirksames Feedback ermöglichen.

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